Übergang Schule-Beruf

Um den Bildungsstand und die Arbeitsmarktchancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verbessern, ist es notwendig, frühzeitige Ausbildungsabbrüche zu verhindern und junge Menschen auf ihrem Weg in eine weiterführende (berufliche) Ausbildung zu unterstützen.

Die Übergangsphase von der Schule in den Beruf ist für Jugendliche, aber auch für deren Erziehungsberechtigte herausfordernd. „Wo liegen meine Stärken und Fähigkeiten? Welche Ausbildung ist für mich geeignet? Welchen Beruf soll ich ergreifen? Ich bin ausbildungspflichtig, weiß aber nicht was ich tun soll. Wo bekomme ich Hilfe bei Problemen?“ Fragen wie diese beschäftigen die Mehrheit der Jugendlichen auf ihrem Weg der Berufsfindung.

In Österreich gibt es verschiedene Angebote, die bei diesen und ähnlichen Fragen Hilfestellung geben. Das Sozialministeriumservice bietet mit dem Netzwerk Berufliche Assistenz und hierbei insbesondere mit dem Jugendcoaching zentrale Unterstützungsangebote am Übergang von der Schule in den Beruf an.

NEBA Angebote

Unter der Dachmarke NEBA (Netzwerk Berufliche Assistenz) bietet das Sozialministeriumservice ein ausdifferenziertes und bedarfsgerechtes System zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen an. Eine vom Sozialministeriumservice geförderte bereitgefächerte Trägerlandschaft sichert österreichweit die qualitätsvolle Umsetzung der Angebote, sodass auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingegangen werden kann.

Zu den NEBA-Angeboten gehören fünf Programme:

1. Jugendcoaching

Das Jugendcoaching unterstützt ausgrenzungs- und/oder schulabbruchsgefährdete Jugendliche vom Ende der Pflichtschulzeit bis zur nachhaltigen Integration in ein weiterführendes (Aus-)Bildungssystem. Ebenso bietet das Jugendcoaching Hilfestellung bei der Erfüllung der Ausbildungspflicht.

2. Produktionsschule

Die Produktionsschule ist ein Angebot, das an das Jugendcoaching anschließt und wesentlich dazu beitragen soll, die Ausgrenzung von Jugendlichen am Übergang von der Pflichtschule in eine weiterführende (Berufs-)Ausbildung oder in den Arbeitsmarkt zu verhindern. Ziel ist es, Jugendliche, die vor Antritt einer (Berufs-)Ausbildung Kompetenzentwicklungsbedarf aufweisen, zu erreichen und durch ein entsprechendes Angebotsspektrum bestmöglich zu unterstützen.

3. Berufsausbildungsassistenz

Die Berufsausbildungsassistenz können Jugendliche im Rahmen einer verlängerten Lehre oder Teilqualifikation in Anspruch nehmen. Für Jugendliche, die in eine reguläre Lehre wechseln, besteht die Möglichkeit die Berufsausbildungsassistenz weiterhin zu beanspruchen. Ziel der Berufsausbildungsassistenz ist die Verbesserung der Eingliederung von benachteiligten Jugendlichen mit persönlichen Vermittlungshindernissen in das Berufsleben. Berufsausbildungsassistentinnen und –assistenten unterstützen und begleiten Jugendliche auf ihrem Weg zur Erlangung eines erfolgreichen Abschlusses der gewählten Ausbildung.

4. Arbeitsassistenz

Kernauftrag der Arbeitsassistenz ist die Beratung und Begleitung von Menschen mit Behinderungen/Erkrankungen/Beeinträchtigungen (beziehungsweise mit Assistenzbedarf) bei der Erlangung und Sicherung von Arbeits- oder Ausbildungsplätzen. Die Arbeitsassistenz unterstützt dabei sowohl Arbeitsuchende, Arbeitnehmende als auch Dienstgebende, Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen.

5. Jobcoaching

Jobcoaching bietet direkte, individuelle Unterstützung am Arbeitsplatz. Das Ziel ist die optimale und nachhaltige Inklusion von Menschen mit Behinderungen/Beeinträchtigungen/Ausgrenzungsgefährdung im Berufsleben. Dabei werden die fachlichen, kommunikativen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gefördert, damit sie die gestellten Anforderungen dauerhaft selbstständig erfüllen können. Darüber hinaus kann Jobcoaching auch Lehrgänge zur Berufserprobung beziehungsweise Arbeitserprobungen/Arbeitstrainings begleiten.

Alle Angebote können von den betroffenen Personen (Jugendliche, Angehörige, Dienstnehmer- und Dienstgeber/innen) kostenlos genutzt werden.

 

Möchten Sie mehr über diese Angebote erfahren? Wie zum Beispiel:

  • Was genau ist das für ein Angebot?
  • Wer ist die Zielgruppe?
  • Wie läuft das im Detail ab?
  • An wen kann ich mich wenden, wenn ich eine Beratung benötige?

Informieren Sie sich auf der NEBA Website: https://www.neba.at/

 

Trägereinrichtungen & Projekte

Die NEBA-Angebote werden von Trägereinrichtungen umgesetzt, die vom Sozialministeriumservice finanziert werden.

Nachstehend finden Sie Übersichten zu sämtlichen Trägereinrichtungen & Projekten. Die Abbildungen veranschaulichen, welche Projekte es im Bundesland, in welcher Region und für welche Zielgruppe(n) gibt.

Jugendcoaching

Jugendcoaching Projektträger in Österreich 2019

 

Produktionsschule

Produktionsschule Projektträger in Österreich 2019

 

Berufsausbildungsassistenz

Berufsausbildungsassistenz Projektträger in Österreich 2019

 

Arbeitsassistenz

Arbeitsassistenz Projektträger in Österreich 2019

 

Jobcoaching

Jobcoaching Projektträger in Österreich 2019

 

Zu einer der Aufgaben der BundesKOST gehört die Prozessbegleitung der NEBA-Angebote. Dies erfolgt beispielsweise durch Analysen und Auswertungen von Daten aus dem Monitoring Berufliche Integration (MBI) auf dessen Grundlage unter anderem Fachberichte, Expertisen, Informationsmaterialien, Arbeitsunterlagen etc. erstellt werden. Sämtliche Produkte finden Sie auf der BundesKOST Website in der Rubrik LeseKOST.

Darüber hinaus unterstützt die BundesKOST Vernetzungsaktivitäten und den Informationstransfer zwischen den relevanten Akteurinnen und Akteuren. Die BundesKOST leistet damit einen Beitrag zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der NEBA-Angebote.